Jodhaa und Akbar – das Märchen in deutsch

Fatehpur Sikri – nach einer wahren Geschichte

Der Großmogul und seine drei Frauen – Jodhaa Akbar deutsch –

Hier wird die wahre Geschichte erzählt nach der der Film „Jodhaa Akbar“ (deutsch als Übersetzung) gedreht wurde. Anschließend wird auf den Spielfilm eingegangen. Die Interpretation im Film ist jedoch sehr frei und es wurde einiges hinzu erfunden und weggelassen im Vergleich zur wahren Geschichte.
Es war ein mal ein König, besser gesagt Großmogul, namens Akbar, der hatte drei Frauen.
Jede der drei Frauen gehörte einer anderen Religion an.
Es gab eine Muslimin aus der Türkei namens Sultana, eine Hindi namens Jodha und eine christliche Frau namens Maryam.

Der Großmogul war ein Eroberer und erweiterte die Grenzen seines Landes stetig.

Es war für den Herrscher möglich die neu eroberten Landstriche zu behalten, weil er den Dialog mit den anderen Glaubensrichtungen suchte.
Die Heirat mit diesen drei Frauen war ein Zeichen seiner Offenheit für fremde Religionen und ein politischer Schachzug, der ihm Frieden und Reichtum sicherte.
Er baute ein ausgeklügeltes Steuersystem auf, das seinem Land Wohlstand brachte.

Der König war erfolgreich, aber dennoch sehr traurig, weil keine der drei Frauen ihm ein Kind gebar.
Deswegen ging er zu dem in Sikri lebendem Sufi-Heiligen Shaik Salim Chisti, betete und wünschte sich ein Kind.
Salim Chisti prophezeite ihm, dass der Wunsch in Erfüllung gehen würde.
Daraufhin gebar die Hindi-Frau ihm ein Kind.
Der König freute sich über alles und baute dem Sufi-Heiligen eine große Moschee und für die Hindi-Frau und sein Kind einen größeren Palast. Der gesamte Baukomplex ist unter dem Namen Fatehpur Sikri bekannt.

Fatehpur bedeutet Palast und Sikri bedeutet heilig.
Die Anlage besteht genau wie der Name sagt aus einem Palast und einem Tempel.
Beide stehen unter Schutz der UNESCO und gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Im Palast der Hindu-Prinzessin gab zwei Schlafzimmer.
Ein Schlafzimmer für den Winter und eines für den Frühling.
Die Bauweise des Sommerzimmers war extra so, dass zu große Hitze in dem Gemach vermieden wurde.
Das Winterschlafzimmer war warm und gemütlich.
Im Palast gab es außerdem ein ausgeklügeltes System, durch das das Wasser des Monsuns gesammelt wurde. Die Wasserversorgung lief also über eine zentrale Zisterne.
Viele Treppen bildeten ein Gefälle das das Wasser zu einem Basin fließen ließ.

Zisterne Fatehpur Sikri

Die Audienzhalle (siehe Bild direkt unter dem Schriftabschnitt) des Moguls ist mittig mit einem verzierten Pfeiler „Diwan i Khas“ geschmückt.

Ich selbst war im Palast Fatehpur Sikri und durfte den Pachisi-Innenhof bewundern, der sich direkt neben der Audienzhalle befindet. In diesem Hof  spielte der Herrscher das Pachisi-Brettspiel, ein indisches „Mensch ärger dich nicht!“. Anstatt eines Brettspieles war es jedoch ein Spiel mit echten Menschen – meistens Sklavinnen in bunten Uniformen. Das Spiel dauerte oft mehrere Tage oder Wochen.

Pachisi

Das Panch Mahal ist der Palastteil mit fünf Stockwerken:

FatehpurSikri5stock

Hinter dem Palast war der Tempel Jama Masjid in dem der König gebetet hatte und wo seine Gebet erhört wurden. Heutzutage ist Jama Masjid die größte islamische Institution Indiens und zahlreiche Pilger kommen jeden Tag dorthin, um zu beten.
Im marmornen Mausoleum des Scheikh Salim Chisti (im Bild links) gibt es die Möglichkeit für jeden Menschen, egal welcher Religion er angehört, sich etwas zu wünschen.

Mausoleum Salim Chisti
Es gibt eine traditionelle Handlung wie der Wunsch zu machen ist.
Dafür benötigt man ein Stofftuch, Blumen und drei bunte Fäden.
Das Stofftuch wird abgelegt und die Blumen auf das Tuch verstreut.

Anschließend werden die drei Fäden nacheinander an eine verzierte Wand gebunden und währenddessen die drei Wünsche ausgesprochen.
Das Stofftuch wird später gespendet und kommt den Armen zu Gute.

Ein Siegestor namens Buland Darwaza wurde erst im Nachhinein in den Komplex der Tempelanlage eingebaut.

 

Jodhaa Akbar deutsch – Bollywoodfilm

 

Die Geschichte um Fatehpur Sikri wurde im Jahr 2008 verfilmt in dem Historienepos „Jodhaa Akbar“.

Die Bilder des Filmes sind gigantisch, ähnlich wunderschöner Gemälde, und kommen komplett ohne Computeranimation aus. Es werden Schlachten gezeigt mit vielen Tieren. Im Film haben über 80 Elefanten, 100 Pferde und 55 Kamele mitgespielt. Akbar wurde von Hrithik Roshan gespielt und Jodhaa von Aishwarya Bachchan.
Die Hochzeit zwischen den beiden findet Widerwillen und nur aus politischem Grund statt. Dennoch entwickelt sich bei ihnen eine leidenschaftliche Liebe „auf den zweiten Blick“. Die Kulturen von Hindis und Muslimen krachen aufeinander und auch das Umfeld muss sich erst an die Verbindung zwischen dem ungleichen Paar gewöhnen. Die gewaltige Musikkomposition, die durch den Film begleitet, wurde von dem besten Komponisten in Indien, A. R. Rahman, komponiert.

Jodhaa Akbar
deutsch DVD:

Hier ist der Filmtrailer mit englischem Untertitel zu sehen:

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fatehpur_Sikri

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